Meine Geschichte
Ruhe kann Teil des Charakters sein. Ruhe lässt sich aber auch erlernen.
Ich habe das früh gemerkt — als Nachrichtensprecherin und -redakteurin beim Radio, wenn Meldungen hereinkamen, die keine Zeit ließen. Weil es mir wichtig war, mit einer Haltung von innerer Ruhe ans Mikrofon zu gehen, habe ich damals schon die Atemtherapie für mich entdeckt. In dieser Zeit bin ich auch selbst krank geworden und war aufgefordert, etwas für mich zu tun — weil auch mein Körper damals nein sagte. Ich musste lernen, ihm wieder zuzuhören, statt gegen ihn anzuarbeiten. Dadurch konnte ich für mich ein Fels-in-der-Brandung-Gefühl entwickeln: eine Stabilität, die ich zuerst im Körper gespürt habe, bevor sie sich auch im Geist einstellte. Ich habe damals am eigenen Leib erfahren, wie der Körper den Geist unterstützen und stabilisieren kann — und wie viel Weisheit in ihm steckt, wenn man ihr Raum gibt. Der Atem war es, der dabei für mich eine zentrale Rolle gespielt hat. Und er ist es, mit dem ich heute andere begleite — als ein Zugang unter mehreren zum Körper als Ganzem.
Nach meinem Studium der Germanistik und Psychologie, das ich mit der Arbeit beim Radio finanziert habe, habe ich viele Jahre in der Erwachsenenbildung gearbeitet, mit Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen und Lebenssituationen. Ich habe gelernt zuzuhören. Wirklich zuzuhören — nicht nur mit dem Ohr, sondern auch mit einem Gespür für das, was ein Mensch mit seinem ganzen Wesen, seiner Haltung, seinem Körper mitteilt. Und ich habe erfahren, dass Vertrauen nichts ist, das man einfordert — sondern etwas, das entsteht, wenn Menschen sich gesehen fühlen und den Eindruck haben, dass ihr Gegenüber ihnen mit offenem Herzen begegnet. Dann kann ein Gefühl von Herzhöhe entstehen, wie ich es gerne nenne: eine Mischung aus Augenhöhe, Vertrauen und offenem Herz.
Dann hat das Leben selbst mich weitergeführt. Durch Krankheit, Verlust und Trauer — im eigenen Umfeld. Und mit ihnen die Frage: Wie begleitet man einen Menschen, der geht — mit Körper und Seele zugleich? Ich habe im LMU-Klinikum Großhadern auf der Palliativstation gearbeitet sowie in einem stationären Hospiz. Inzwischen bin ich für einen ambulanten Hospizdienst tätig und arbeite in eigener Praxis. Oft mache ich Hausbesuche, biete auf Wunsch aber auch Online-Sitzungen an.
Ich bin seit fast zwanzig Jahren Atemtherapeutin, habe eine systemische Coaching-Ausbildung, bin Psychoonkologin und arbeite heute als Heilpraktikerin für Psychotherapie. Mein Ansatz verbindet Gespräch, Atem, Körperwahrnehmung und ganzheitliche Entspannungsverfahren — immer ausgerichtet an dem, was der Mensch vor mir gerade braucht, und an dem Vertrauen, das zwischen Körper und Geist wieder wachsen darf.
2018 ist mein Buch Entspannung für Kopfmenschen bei Random House erschienen — begleitet von einem Podcast, der für alle gedacht ist, die neugierig sind und erst einmal hineinlauschen möchten.
Über mich
- Studium Germanistik und Psychologie M.A. - Sprecherausbildung - Systemisches Coaching - Atemtherapie (BV-ATEM®) - Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG) - Psychoonkologie (WPO) - Palliativfachkraft (DGP)
BERUFLICHE PRAXIS
- Nachrichtenredakteurin und -sprecherin bei Radio 7, Baden-Württemberg - Buchautorin „Entspannung für Kopfmenschen“ (Randomhouse-Verlag) - Erwachsenenbildung im Bereich Deutsch als Fremdsprache (Goethe-Institut, TU München, Siemens, Unicredit) - Bayerische Landesärztekammer Bereich Internationale Medizin - Atemtherapeutin Palliativstation LMU-Klinikum Großhadern - Atemtherapeutin stationäres Hospiz Polling (bei Weilheim) und für den ambulanten Christophorus-Hospizdienst München

Publikationen
In meinem ersten Buch „Entspannung für Kopfmenschen" ging es bereits um das Zusammenspiel von Kopf und Körper. Daraus hat sich mein heutiger Ansatz in den vergangenen Jahren weiterentwickelt.
In „Keine Zeit zum Älterwerden" habe ich Menschen porträtiert, die in ihrem Leben noch einmal etwas Neues gewagt haben.
Für verschiedene Zeitungen habe ich Interviews geführt, unter anderem mit Therapeutinnen, Philosophen und Linguisten.
Hören können Sie mich in meinem Podcast "Entspannung für Kopfmenschen"
Buch
Entspannung für Kopfmenschen, Kösel-Verlag, 2018
Buch
Keine Zeit zum Älter werden,
Knesebeck, 2009
Podcast
Entspannung für Kopfmenschen,
als Podcast bei Spotify oder Soundcloud
Was mir wichtig ist
Augen- und Herzhöhe
Vertrauen
Was Sie mir anvertrauen, bleibt bei mir. Ich unterliege der Schweigepflicht nach der Berufsordnung für Heilpraktiker — Sie können über alles sprechen, was Sie beschäftigt und bewegt.
Herzhöhe
Ich begegne Ihnen auf Augenhöhe, mit einem offenen Herzen — wertschätzend und, wo es passt, auch mit Humor und Leichtigkeit.
Sie sind die Expertin, der Experte für Ihr Leben
Die Ressourcen für Veränderung sind bereits in Ihnen —, auch wenn sie in Krisenzeiten schwer erkennbar scheinen. Gemeinsam machen wir sie wieder sicht- und fühlbar und damit zugänglich.
Transparenz und Selbstbestimmung
Ich kläre Sie offen über Methoden auf. Sie entscheiden, was Sie in Anspruch nehmen möchten — Sie bleiben Regisseurin, Regisseur Ihres eigenen Prozesses.
Achtsamkeit und innere Stärke
Ruhe und Klarheit lassen sich üben. Schritt für Schritt helfe ich Ihnen, eigene Kraftquellen zu finden und innere Widerstandskraft aufzubauen.





